„Die folgenden Beiträge zur Veranschaulichung des Charakters unserer Ahnen sind die Früchte einer jahrzehntelangen Forschungsarbeit in den heimischen Archiven. Es sind aber nicht absichtlich gesuchte oder gar mühevoll ausgegrabene Schätze, sondern rein zufällig gefundene Perlen, wenn dieser Vergleich erlaubt ist.“
Peter Nieß, Büdingen im Dezember 1956

Peter Nieß (04. Februar 1895 - 21. August 1965) war ein sehr aktiver Geschichtsforscher, der über vier Jahrzehnte zur Geschichte Büdingens und des Büdinger Landes forschte und eine Vielzahl von Publikationen verfasste. Er war Ehrenbürger der Stadt Büdingen und langjähriger Vorsitzender des Büdinger Geschichtsvereins.

Er schrieb in den 1930er bis 1950er Jahren Geschichten und Anekdoten über Büdingen und die umliegenden Orte. Sie beruhen zum großen Teil auf (Gerichts-)Protokollen aus den Archiven, aber auch auf Erzählungen alter Büdinger - das, was man heute „Zeitzeugenberichte“ nennt. Die ältesten verwendeten Unterlagen stammen aus dem Jahr 1493 und berichten „Wo die alten Büdinger Schmiede der Schuh drückte“.

120 Geschichten aus dem Büdinger Stadt- und Landleben - mal humorvoll, mal nachdenklich, mal spannend, aber oft mit einem Augenzwinkern. Damit machen sie die Lebensumstände in einer Kleinstadt des 16. bis 19. Jahrhunderts besonders deutlich.

  • „Kleine und große Gauner“ berichtet von den Missetaten und Strafen vergangener Jahrhunderte.
  • „Waidmannsheil“ handelt von Jägern, Wilderern und den Wölfen im Büdinger Wald.
  • In „Handwerk hat goldenen Boden“ kommen die Sorgen und Nöte der Bäcker, Schmiede, Weber, Töpfer, Schweinehirten und Brunnenputzer ans Licht.
  • „Bauern und Brauchtum“ erzählt von den Umständen einer gerechten Erbteilung, alten Landwirtschaftstechniken und den Kämpfen mit den wilden Pferden im Büdinger Wald.
  • „Krieg im Büdinger Land“ handelt hauptsächlich vom 30jährigen Krieg im Büdinger Land.
  • „Pest und Hexenjagd“ berichtet vom Leid der Menschen in diesen dunklen Zeiten.
  • „Wein, Weib und … Zank“ bringt Geschichten aus der Zeit, als Büdingen noch ein Weinort war.
  • In „Drum prüfe, wer sich ewig bindet…“ findet sich nicht nur eine Ysenburgische Hochzeitsordnung aus dem Jahre 1628, man erfährt auch, zu welchen Problemen es kommen konnte, wenn die zukünftigen Eheleute aus Dörfern mit unterschiedlichen Hochzeitsbräuchen stammten.
  • „Namen und Orte mit Geschichte“ erklärt, wie die „Eiserne Hand“, der „Wolfsgalgen“ und die „Mäusfall“ zu ihren Namen kamen und warum Großendorf ein „Schillerhaus“ hatte.
  • In „Geschichten aus den Büdinger Ortsteilen und dem Ausland“ geht es um das „Schwarze Gold von Rinderbügen“, den „Bücheser Schulmeister und die Schurch-Kühe“ oder die „Merkenfritzer Esel“.
  • „Von Toleranz und Intoleranz“ berichtet von den Folgen des Büdinger Toleranzedikts und der  Ronneburg als einer Zufluchtsstätte der Juden.
  • Im Kapitel „Feste begleiten das Jahr“ schließlich werden alte Weihnachts- und Osterbräuche im Vogelsberg in Erinnerung gerufen.

341 Seiten, Paperback, 13 Zeichnungen von Judith Musch

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