Dieses Buch schildert die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen, Österreichern und Franzosen in der Wetterau, Frankfurt und Rhein-Main. Scheinbar hat diese Region, im Besonderen seit dem Dreißigjährigen Krieg, in den Eroberungsplänen der Franzosen eine große Rolle gespielt. Immer wieder zogen sie von Butzbach bis Frankfurt durch die Wetterau und entlang der Nidda. Aber auch ihre Gegner wählten diese Region für strategische Zwecke. Vier Schlachten wurden in der Wetterau geschlagen, mit tausenden von Toten auf beiden Seiten.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Friedberg, eine Stadt, die allen Kriegsparteien als Stützpunkt diente, und die zeitgenössischen Friedberger Chronisten. Tag für Tag schilderten sie, was sich damals zugetragen hat. Ihre Ängste und Sorgen, ihre Trauer, aber auch ihre Freude, wenn - für sie - die Richtigen gesiegt hatten. Infolge der langen französischen Besetzung mancher Orte war der französische Einfluss auch auf die Sprache so groß geworden, dass z.B. die Gemeinderechnungen nicht mehr mit „Schultheiß“, sondern mit „Maire“ unterschrieben wurden.

Seit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 sollte sich der Kriegsmittelpunkt auf französischen Boden verlagern und Franzosen nur als Kriegsgefangene in der Rhein-Main-Region eintreffen, obwohl in den beiden Weltkriegen die Deutschen den Krieg verloren. Heute verbindet beide Nationen eine Freundschaft, die dazu beiträgt, dass sich fast alle europäischen Länder als Einheit sehen und gemeinsam die Interessen Europas wahren. Hoffen wir, dass es so bleibt!

Eckhardt Riescher, 464 Seiten, 6 Farbbilder, 13 sw-Bilder, 25,00 €

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