Der Wetteraukreis entstand am 1. August 1972 aus den bis dahin selbstständigen Kreisen Friedberg und Büdingen. Der anstehende 50. Geburtstag war für Landrat Jan Weckler Anlass, in einem Buch die letzten fünf Jahrzehnte Revue passieren zu lassen und auch ein Resümee zu ziehen.

„Die Bildung des Wetteraukreises war keine Liebesheirat“, erinnert Weckler. Beide Landkreise hätten sich eine andere Zukunft mit anderen Partnern oder ganz ohne Partner gewünscht. „Geschlossen wurde eine Zweckehe die vom Land verordnet wurde, in dem Wissen, dass immer anspruchsvollere Verwaltungsaufgaben von Landkreisen mit den früheren Zuschnitten nicht mehr zu leisten waren.“ Insgesamt zieht Weckler nach fünf Jahrzehnten eine positive Bilanz. Es wurde eine gute und zukunftsorientierte Lösung gefunden, der Wetteraukreis hat sich in den vergangenen 50 Jahren in stabilen Strukturen entwickelt, Verbände und Organisationen sind seinem Beispiel gefolgt und haben sich ebenfalls neu formiert. Beispielhaft nennt Weckler den Kreisfeuerwehrverband, den Sportkreis und auch andere Organisation wie etwa die Sparkasse oder die Industrie- und Handelskammer.

Als Autoren wurden namhafte Zeitzeugen gewonnen. So wird der Weg zur Gebietsreform von Joachim Pollmar nachgezeichnet. Der spätere Schuldezernent war damals schon maßgeblicher Akteur im Büdinger Kreistag.

Wie der Kreis langsam zusammenwächst, beschreibt Hedwig Rohde, die in den achtziger Jahren für die Wetterauer Zeitung die Kreispolitik begleitete.

In den neunziger Jahren ging es um die Modernisierung der Verwaltung, davon berichtet der heutige IHK-Präsident Rainer Schwarz, der in dieser Zeit Kämmerer das Wetteraukreises war.

„Große Aufgaben bei zu geringen Einnahmen“ ist das Thema für die 2000er-Jahre, die Landtagsvizepräsident Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn darstellt.

Kreistagsvorsitzender Armin Häuser beschreibt die Zeit der 2010er-Jahre unter dem Motto: „Ein Kreis erfindet sich neu“.

Bereits zum 40. Geburtstag das Wetteraukreises hat der Kulturanthropologe Prof. Dr. Heinz Schilling den Essay verfasst: „Ein Kreis als Heimat“. Weil das Thema nach wie vor aktuell ist, wurde er in dieses Buch noch einmal aufgenommen.

Moritz Kühn informiert über den Landkreis im politischen System der Bundesrepublik Deutschland.

Nach der Vorstellung der bisherigen Landräte und Kreistagsvorsitzenden präsentieren sich die großen kreisnahen Unternehmen Sparkasse und OVAG und die Verkehrsgesellschaft Oberhessen. Berichte über Projekte und wichtige Aufgaben wie Tourismus, Kunst und Kultur sowie Strukturwandel folgen. Die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg und die Kreishandwerkerschaft stellen sich vor.

Der langjährige Ockstädter Ortsvorsteher Günther Weil beschreibt die nicht enden wollende Geschichte der B3a, die fast sechs Jahrzehnte von der Planung bis zur Eröffnung dauerte.

Landwirtschaft und Umweltschutz, Denkmalpflege und Verwaltungsmodernisierung, Gesundheitsversorgung, Inklusion und Sozialpolitik, aber auch die großen Flüchtlingsbewegungen 1993 und 2015 sind wichtige Themen.

Die Chronik der letzten 50 Jahre gibt eine ausführliche Übersicht über die wichtigsten Geschehnisse im Wetteraukreis und darüber hinaus.

In der zweiten Hälfte des Buches stellen sich die 25 Städte und Gemeinden des Wetteraukreises mit eigenen Texten und Bildern vor.

„Unsere Festschrift zum 50. Geburtstag verbindet Chronologie und thematische Schwerpunktsetzungen in der Geschichte unseres Landkreises. Dabei haben wir Autoren gewinnen können, die in großen Teilen die Zeiten aktiv mitgestaltet haben. Und auch unsere 25 Städte und Gemeinden werden in ihrer individuellen Charakteristik vorgestellt. Ein Buch, das zum Anschauen und Schmökern einlädt“, wirbt Landrat Jan Weckler abschließend.

Aufgrund der Größe und des Gewichts kann das Buch nicht als Büchersendung verschickt werden.

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